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Geschäftsidee finden
Allgemein Impulse

Die Geschäftsidee: Der erste Schritt in die Selbstständigkeit

Sie kann einem spontan unter der Dusche einfallen oder erst nach wochenlangem Grübeln entstehen: die Geschäftsidee. Sie ist der Anfang und der Grundstein für jede  Selbstständigkeit. Auf ihr baut sich die zukünftige Existenz als Unternehmer auf.

Viele Gründer wissen meist schon länger, dass sie sich gern selbstständig machen möchten. Manchmal fehlt aber schlichtweg die passende Businessidee dazu. Wir zeigen dir, wie du dich einem guten Geschäftskonzept annähern kannst und was es dabei zu bedenken gibt.

Die Idee muss nicht unbedingt einzigartig sein

Um direkt zu Beginn den allergrößten Druck im Ideenfindungsprozess herauszunehmen: Du musst als Jungunternehmer nicht das nächste „Unicorn“ zum Leben erwecken. Die Allerwenigsten gründen ein Startup, dessen Firmenbewertung bei 1 Milliarde US-Dollar liegt. Ganz im Gegenteil. Die Realität sieht so aus, dass 9 von 10 Gründerideen scheitern – aus ganz unterschiedlichen Gründen. Es gibt beispielsweise nicht genügend Kunden für das Produkt, die Dienstleistung stimmt nicht in der Qualität oder das Gründerteam hat sich zerstritten.

Umso wichtiger ist es darauf zu achten, dass die eigene Geschäftsidee realisierbar und markttauglich ist. In diesem Fall kann sich das Gründungskonzept dann auch ruhig an etwas bereits Bestehendem orientieren.

Wie eine Geschäftsidee entsteht

Es wurde Licht…. als Edison den Einfall hatte, eine Glühbirne zu erfinden – ein wahrer Geistesblitz. Vielleicht hatte der Amerikaner aber auch einfach ein Alltagsproblem erkannt (sprich: dunkle Räume nach Sonnenuntergang) und nach einer Lösung dafür gesucht.

Es gibt ganz unterschiedliche Wege, um auf eine Geschäftsidee zu kommen:

Weg 1: Du kannst ganz unverhofft eine Eingebung haben. Wie aus dem Nichts entsteht eine Vorstellung für ein mögliches unternehmerisches Vorhaben. Gut, wenn dann ein Notizblock – oder Smartphone – zur Hand ist. Es ist ratsam, die Geschäftsidee sofort festzuhalten. Zu einem späteren Zeitpunkt kann sie nämlich schon wieder halb vergessen sein.

Weg 2: Bei der Ideenfindung bewährt sich auch das klassische Brainstorming. Nimm ein leeres Blatt Papier oder ein Flipchart und zeichne deine Gedanken und Assoziationen auf. Wenn dir etwa ein Problem über den Weg gelaufen ist, versuche eine geeignete Antwort darauf zu finden. Wie könnte ein innovatives Produkt oder eine neue Dienstleistung Abhilfe schaffen? Think out of the box!

Weg 3: Vielleicht bist du selber ein unzufriedener Kunde und möchtest es einfach besser machen? Nur zu! Sammle Ideen, entwickle existierende Geschäftsmodelle weiter und definiere dein Alleinstellungsmerkmal, das dich von anderen auf dem Markt unterscheidet.

Weg 4: Lass dich von anderen inspirieren und spinne die Gedanken von dort aus weiter. Hierbei hast du verschiedene Optionen: Du kannst z.B. Gründerevents und Fachmessen besuchen, Branchenmagazine lesen, dich durch entsprechende Onlineplattformen klicken und informieren oder Sendungen wie „Die Höhle der Löwen“ gucken. Früher oder später bekommst  du ein Gefühl für die Dinge, die dich interessieren und mit denen du dir eine Existenzgründung vorstellen kannst. Eine kleine Inspiration kannst du dir auch in diesem Beitrag holen.

Mal ganz praktisch gedacht

Die meisten Geschäftsideen entstehen entweder auf der Grundlage eigener Berufserfahrungen oder durch private Interessen. Das mag vielleicht zu naheliegend klingen, macht aber vollkommen Sinn. Denn Gründer, die sich auf einem Gebiet  bereits Fachwissen angeeignet haben oder für ein bestimmtes Hobby brennen, denen fällt der Schritt in die Existenzgründung leichter. Sie kennen sich auf ihrem Terrain aus und können besser abschätzen, was bei der angestrebten Selbstständigkeit auf sie zukommt. Gegebenenfalls wird diese anfangs auch erst einmal im Nebenberuf ausprobiert.

Ein paar Beispiele:

  • Wenn du Fitness liebst oder von Yoga begeisterst bist, warum nicht einfach eine Ausbildung zum Fitnesstrainer bzw. Yogalehrer machen und neu durchstarten?
  • Bist du zuhause ein privater Barista für Familie und Freunde? Dann könntest du darüber nachdenken, dich in einen Kaffee-Franchise einzukaufen. Coffee-to-go gibt es in vielen deutschen Städten beispielsweise mobil auf 3 Rädern und das benötigte Startkapital ist hierfür recht überschaubar.
  • Du hast ein Händchen für gutes Design und magst kreative Kleidung? Es bietet sich an, einfach mal eigene T-Shirt-Designs zu entwerfen und zum Verkauf anzubieten.
  • Falls du gern fotografierst, deine Bilder aussehen wie vom Profi gemacht und du nebenbei auch in der Onlinewelt zuhause bist:  Wie wäre es, wenn du Fotografie-Tutorials produzierst und eine Online-Fotoakademie gründest?

Das Prinzip dürfte klar sein: die einfachsten Ideen können manchmal auch die erfolgreichsten sein.

Erst kritisch überprüfen, dann umsetzen

Sobald eine Geschäftsidee gefunden ist, ist es in der Vorgründungsphase wichtig, deinen Plan kritisch zu hinterfragen und zu überprüfen. Im Kopf klingen die eigenen Gedanken oft ganz anders als laut ausgesprochen. Es ist immer ratsam sich Feedback von außen einzuholen. Verwandte und Bekannte sind dabei ein guter Startpunkt, vor allem kommt es aber auf ehrliche – und nicht nur schmeichelnde – Meinungen an. Kollegen, erweiterte Netzwerkkontakte und Branchenkenner sollten deshalb ebenfalls hinzugezogen werden.

Kritik ist enorm hilfreich und kann Schwachstellen aufzeigen. Folgende Fragen solltest du deinem Gegenüber und auch dir selber wahrheitsgemäß beantworten:

  • Gibt es überhaupt einen Markt für deine Geschäftsidee? Deckst du ein konkretes Kundenbedürfnis mit deinem Produkt oder deiner Dienstleistung ab? Und wie steht es um die Konkurrenz?
  • Ist dein Vorhaben finanziell und technisch realisierbar? Möchtest du das Ganze allein umsetzen oder mit jemandem zusammen?
  • Wie groß ist das Geschäftspotenzial? Wird deine Idee in Zukunft Früchte tragen, liegt sie im Trend? Informiere dich, welche Themen in deiner Branche angesagt sind und wo die Entwicklung voraussichtlich hingeht.
  • Passt dein Konzept zu dir, deiner Persönlichkeit und deinen Fähigkeiten? Bedenke, wie herausfordernd eine Existenzgründung sein kann und was sie dir alles abverlangt – an Zeit, an Nerven, Geld, Know-how und Leidenschaft.

Je klarer die Antworten ausfallen, desto näher kommst du deinem Traum von der Selbstständigkeit. Next step: die Ausarbeitung eines Businessplans. Hier wird aus deiner Idee ein konkretes Geschäftsmodell.

Beitragsbild: lovelyday12