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Geschäftsessen
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Geschäftsessen absetzen: Kundengespräche im Restaurant als Betriebsausgabe

Verträge abschließen, Kundenbeziehungen aufbauen und pflegen oder auch mit der Presse sprechen – das alles findet oft in Verbindungen mit einem Geschäftsessen statt. Die gute Nachricht: Die Bewirtung von Geschäftsfreunden kann ein Unternehmer zu einem großen Teil steuerlich geltend machen.

In den Einkommensteuerrichtlinien (EStR) wird ein Geschäftsessen klar definiert und ist als Betriebsausgaben bei der Steuer bis zu 70 Prozent absetzbar. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um ein Frühstück, Mittag- oder Abendessen handelt. Zu berücksichtigen sind die folgenden Punkte:

  • Der Verzehr von Speisen und Getränken muss im Vordergrund stehen. Der Besuch eines Nachtlokals oder Varietés gilt beispielsweise nicht als Geschäftsessen, auch wenn Häppchen und Sekt verköstigt werden.
  • Es muss ein eindeutiger geschäftlicher Anlass vorliegen. Private Anlässe, wie z. B. der runde Geburtstag des Geschäftsführers, sind ausgeschlossen.
  • Teilnehmer eines Geschäftsessens können Kunden, Lieferanten, Vertreter, Berater, Journalisten und auch jeweils deren Begleitung sein, etwa Assistenten oder Ehepartner. Ebenfalls können eigene Arbeitnehmer mitbewirtet werden.
  • Die Höhe der Ausgaben sollte sich bei der Bewirtung im Rahmen halten. Ein guter Richtwert sind 70 Euro pro Person. Die angemessenen Kosten können von Fall zu Fall variieren, je nach Branche, Unternehmensgröße oder auch Wichtigkeit des geschäftlichen Anlasses.

Nachweis für Geschäftsessen

Die Voraussetzung für den steuerlichen Betriebsausgabenabzug in Form eines Geschäftsessens ist ein geeigneter Nachweis. Eine maschinell erstellte und registrierte Restaurantquittung reicht dabei noch nicht aus. Benötigt wird zudem ein Beleg mit diesen Angaben:

  • Ort des Geschäftsessens mit Namen und Anschrift der Gaststätte
  • Datum / Tag der Bewirtung
  • Namentliche Nennung der Teilnehmer inklusive des einladenden Unternehmers (bei einer großen Teilnehmeranzahl reicht eine Sammelbezeichnung, wie z.B. „100 Mitarbeiter der Firma XY GmbH“)
  • Konkreter Anlass der Bewirtung, hier reicht ein allgemeines „Geschäftsessen“ oder „Kundengespräch“ nicht aus
  • Speisen und Getränke müssen in Einzelpreisen aufgeführt sein
  • Nebenkosten wie Trinkgelder und Garderobengebühr können angegeben und damit steuerlich geltend gemacht werden
  • Unterschrift des Gastgebers

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Beitragsbild: Ridofranz

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