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Steuern
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Steuer-Einmaleins für Gründer

Steuern ist für Unternehmer ein ungeliebtes, aber ein wichtiges Thema. Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer – die Unternehmensbesteuerung ist kompliziert. Es lässt sich keine allgemeingültige Aussage treffen, welche Rechtsform aus steuerliche Sicht die vorteilhafteste ist. Wir stellen dir aber die wichtigsten Steuern vor und erklären dir, welche Steuern du bei welcher Rechtsform im Blick haben solltest.

Umsatzsteuer

In Deutschland wird auf fast alle Waren und Dienstleistungen 19 Prozent Umsatzsteuer erhoben (für Bücher oder Lebensmittel gilt der ermäßigte Satz von 7 Prozent). Umsatzsteuer, die du auf deinen Rechnungen ausweist, musst du ans Finanzamt abführen. Allerdings bekommst du die gezahlte Vorsteuer (zum Beispiel, weil du Büromaterial gekauft hast) durch das Finanzamt erstattet (Vorsteuerabzug).

Falls du in einem Kalenderjahr nicht mehr als 17.500 Euro einnimmst (und im nächsten voraussichtlich auch unter 50.000 Euro Umsatz bleibst), kannst du dich als Kleinunternehmer einstufen lassen. Dann musst du keine Umsatzsteuer bezahlen und natürlich bekommst du auch keine Umsatzsteuer erstattet.

Je nach Umsatz musst du deine Umsatzsteuer vierteljährlich oder monatlich beim Finanzamt melden. Am Ende des Jahres musst du eine Umsatzsteuerjahreserklärung beim Finanzamt einreichen.

Die Umsatzsteuer ist unabhängig von der Rechtsform.

Einkommensteuer

Alle natürlichen Personen zahlen in Deutschland Einkommensteuer. Die Höhe ist abhängig von den Einkünften (zum Beispiel aus einem Gewerbebetrieb, aus selbstständiger Tätigkeit oder auch aus Kapitalvermögen oder aus Vermietung und Verpachtung). Je mehr Einkünfte du hast, desto mehr Steuern zahlst du. Der Eingangssteuersatz liegt derzeit bei 14 Prozent. Der Spitzensteuersatz liegt bei 45 Prozent. Es wird ein Grundfreibetrag von 8.820 Euro gewährt. Zudem ist, abhängig vom Einkommen, Solidaritätszuschlag zu zahlen.

Die Einkommensteuer zahlen natürliche Personen. Sie können über die Rechtsform beeinflusst werden.

Gewerbesteuer

Ob Industriebetrieb oder Einzelhändler, wer ein Gewerbe betreibt, muss Gewerbesteuer zahlen. Die erhobene Gewerbesteuer ist abhängig von deinen Erträgen, sowie vom Hebesatz der Gemeinde in der dein Unternehmen ansässig ist. Der Hebesatz wird von jeder Gemeinde individuell festgesetzt. Das bedeutet: Auch bei den selben Erträgen zahlt ein Handwerksbetrieb in Flensburg eine andere Gewerbesteuer als ein Handwerksbetrieb in Füssen. Bei Personengesellschaften (Einzelunternehmen, KG und GbR) gibt es einen jährlichen Gewerbesteuerfreibetrag von 24.500 Euro. Außerdem ist die Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer anrechenbar.

Gewerbesteuer zahlen nur Gewerbebetriebe. Als Freiberufler (zum Beispiel als Journalist, Rechtsanwalt oder Architekt) zahlst du keine Gewerbesteuer. Ob du im Zweifelsfall als Freiberufler gilst, prüft das Finanzamt.

Körperschaftsteuer

Die Körperschaftsteuer ist so etwas wie die Einkommenssteuer für juristische Personen. Bemessungsgrundlage ist der Gewinn des Unternehmens. Der Steuersatz beträgt 15 Prozent. Zudem ist wie bei der Einkommensteuer ein Solidaritätszuschlag zu zahlen.

Körperschaftsteuer zahlen Kapitalgesellschaften wie die UG (haftungsbeschraenkt), die GmbH, die Aktiengesellschaft oder die irische und die englische Limited mit steuerlichem Sitz in Deutschland.

Lohnsteuer

Falls du Mitarbeiter beschäftigst, werden die Lohnsteuer, der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer an das Finanzamt abgeführt.

Beitragsbild: BrianAJackson

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